Ein Thema, welches gerade Adult Webmaster - mich leider eingeschlossen - gern zu lange ausser Acht lassen: die lieben Steuern! Den grössten Posten macht hierbei in Deutschland mit bis zu 45% vom Gewinn die Einkommensteuer aus. Bis zu einem Jahreseinkommen von 7664 Euro (Grundfreibetrag) braucht man sie allerdings noch nicht zu bezahlen. Weiterhin zu beachten sind die Umsatzsteuer und die Gewerbesteuer. Für nähere Infos bitte die jeweiligen Wikipedia Links klicken. Jede Steuerart hier zu vertiefen würde den Rahmen sprengen...
Auf jeden Fall haben all diese Steuern eines gemeinsam: irgendwer (Finanzamt oder Stadt/Gemeinde) will sie irgendwann (meist unverhofft) von DIR haben ;-)
Um Dir mal zu verdeutlichen, wie sehr man in Sachen Steuern auf die Schnauze fallen kann, möchte ich Dir meine Geschichte kurz erzählen. Ich bin seit 2000 nebenbei als Webmaster tätig und seit 2005 voll selbständig. Davor hatte ich Computerläden und habe mir Mitte der Neunziger auch mal einen Jahresabschluss von einem Steuerberater machen lassen. Auf dessen Basis habe ich die Abschlüsse danach selbst erstellt. Da ich bis 2003 auch meist mehr Verlust als Gewinn gemacht habe, funktionierte das ganz gut und ich bekam fast jedes Jahr eine nette Summe vom Finanzamt zurück. Einziger Nachteil: mir wurde "Liebhaberei" unterstellt und mit dem Entzug meines Gewerbescheins (den solltest Du übrigens auf jeden Fall bei der Stadt/Gemeinde beantragen. Kostet ca. 20 Euro) gedroht. Ab 2003 lief es dann so richtig gut und es kam endlich mal ein Jahresgewinn im deutlich fünfstelligen Bereich zustande. Das war dann der Zeitpunkt, wo ich eine IHK Bilanzbuchhalterin hinzugezogen habe, die dann meinen Jahresabschlüss gemacht hat. Nach immer höheren Gewinnen bat diese mich dann, mir doch lieber einen richtigen Steuerberater zu suchen, weil sie sich das ganze nicht mehr zutraute. Das war dann im Oktober 2005. Zu spät, wie ich dann von meiner neuen Steuerberaterin erfahren musste. Eine nebenberufliche Buchhalterin hat halt nicht den vollen Durchblick und so haben wir bis Ende 2005 viel Geld verschenkt...
Ab einem gewissen Umsatzvolumen solltest Du Dir also dringend einen Steuerberater suchen! Wenn der gut ist, sparst Du eine ganze Menge Geld und kannst ihn für Fehler auch haftbar machen. Ausserdem bist Du ab einem gewissen Punkt auch verpflichtet, Deine Buchhaltung monatlich beim Finanzamt vorzulegen und quartalsmässig eine Vorauszahlung zu leisten. Ich hefte mittlerweile nur noch monatlich meine Einnahme- und Ausgabebelege in einen Ordner und gebe den zum Steuerberater. Den Rest regeln die mit ihrem kompetenten Team. Ist zwar nicht ganz billig, spart aber 'ne Menge Ärger und Geld.
Das soll erstmal grundsätzlich langen. Weitere aktuelle Tipps und News folgen. Achtung: meine Tipps basieren rein auf Erfahrungswerten. Ich übernehme dafür keinerlei Gewähr! Bei speziellen Fragen bitte fachkundigen Rat einholen. Einen Steuerberater in Deiner Nähe findest Du z.B. beim Deutschen Steuerberater Verband.
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